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Das Roßfeld Drahdiwaberl 2015 hat erfolgreich stattgefunden!

Mein passendes Gedicht des Tages:

Und geht die Straße noch so steil bergauf,
so nimm dir Mut und steh auf,
denn es kommt auf alle Fälle,
danach auch wieder ein Gefälle!

Die Fakten in Kürze:

  • Genau 12 Stunden unterwegs
  • 10086 Höhenmeter bergauf, eine komplette Runde hat 933Hm + extra Höhenmeter mit 5kg Verpflegung bei der ersten Auffahrt
  • 211 Kilometer, davon etwa 100 Kilometer bergauf mit ca. 10% im Schnitt
  • 10:42 Stunden am Rad, der Rest war die Verpflegungsaufnahme von meinem versteckten Depot, wirklich oft Umziehen und für kurze Pausen
  • 9 komplette Runden und eine nicht ganz komplette beim Zusammentreffen mit Michi
  • Verpflegung: Etwas mehr als ein halbes Kilo Gel (!) und 6 Pakerl Ensure Fertiggetränk mit je 300kcal, 2 Stück sehr guten Kuchen beim Kiosk ganz oben, macht in Summe etwa 4000 kcal. Am Beginn erwische ich wohl etwas zu viel Gel, ich bin am Überlegen, ob das Ganze jetzt oben oder unten wieder raus will, zum Glück beruhigt sich die Sache wieder und ich kann weiterfahren.
  • In den 12 Stunden habe ich 1.88 Kilowattstunden generiert, das sind allerdings erst 2/3 meines durchschnittlichen Stromverbrauchs pro Tag! 

Ich frühstücke schon um 3 Uhr in der Früh eine rießige Schüssel Müsli, um bei der ersten Runde schon verdaut zu haben, was sich sehr positiv bemerkbar macht! Ich breche noch im stockdunkeln um kurz nach 6:00 Uhr von Puch auf, bei Sonnenaufgang war die erste Auffahrt bereits geschafft.

Ehrgeziges Ziel: 12h durchfahren, Pausen gibt´s nur zum Umziehen und Verpflegung holen, 10 Runden schaffen 🙂

Die erste Abfahrt ist wahnsinnig kalt bei 4°C, schon lange nicht mehr so gefroren am Rad, viel zu wenig angezogen…
Um Mittag sind es bereits über 5000 Höhenmeter, Michi Seidl und Markus Glitzner stoßen zu mir dazu, um für etwas Abwechslung zu sorgen. Danke euch beiden!!! Die beiden sind frisch, geben gut Gas und treiben meine Motivation noch weiter nach oben, was mich sehr freut!

Ich konnte dank Leistungsmesser relativ konstante Rundenzeiten bis zum Schluss fahren und hatte nie einen Einbruch. Die Leistung schwankte zw. 210W und 230W bei meinen ~66kg in jeder Auffahrt, das bedeutet rund 950 Hm pro Stunde im Schnitt im oberen GA1 Bereich (3,5 W/kg). Für das Flachstück und die sehr schnelle Abfahrt über die Mautstelle Süd, bei der man außer in den Kehren so gut wie nie bremsen muss, brauche ich um die 12 min.

Nach zwei Runden mit Unterstützung bin ich wieder alleine, es wird mit jeder Runde kälter und das Wetter schlechter, aber die Motivation schwindet nicht! Eine Gruppe Holländer motiviert mich, die ich bestimmt schon zum fünften Mal treffe. Ich ziehe mittlerweile auch in der Auffahrt oben schon alles an, was ich dabei habe, die Abfahrten werden immer unangenehmer. Oben ist schon ab Mittag alles im Nebel verschwunden, am Nachmittag fängt es daraus dann auch noch leicht zu nieseln an. Ich motiviere mich aber nocheinmal, die letze Runde in Angriff zu nehmen und wechsle die Richtung, die Abfahrt über die Mautstelle Süd wird mir zu kalt, es nieselt jetzt stärker bei 6°C. Bei der letzten Abfahrt zittere ich zu viel und kann den Lenker nicht mehr sicher halten, es wird mir zu riskant und ich breche die Aktion nach 10.085 gefahrenen Höhenmetern und 10 Runden ab, das Ziel wurde ohnehin erreicht!

Es war jede einzelne Runde wunderschön, die ersten und die letzten beiden Runden war ich fast alleine unterwegs und man kann die Natur und die Aussicht wirklich genießen. Nachdem ich auch nie am Limit fuhr, war die Kraft in den Beinen bis zum Schluss noch voll da und es wären sicher noch ein paar Runden zum Fahren gegangen.
Zum Glück kein Krampf in den Beinen, eine wunderschöne Aussicht und eine super angelegte Strecke, Motivation bis zum Schluss, Radlerherz was willst du mehr?

GPS Fahrt: bei Strava

Es steht heute schon fest, es gibt definitiv eine Wiederholung im kommenden Jahr, dann aber im Sommer und mit mehr Mitfahrern!

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