Mein erster Superbrevet – Tag 3
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7. Januar 2019

Nachdem die Homepage etwas unübersichtlich ist und viele Berichte mittlerweile nicht mehr zu finden sind, möchte ich hier meine Langstreckenabenteuer ein bisschen zusammenfassen und damit vielleicht auch für etwas Motivation sorgen, denn man schafft immer etwas mehr als man selber glaubt!

Was ist eigentlich die ultimative Herausforderung im Hobbyradsport?

Den Hausberg möglichst schnell hinauffahren? Einen Radmarathon schnellst möglich beenden oder gewinnen? Oder auch einmal ein (Lizenz)Rennen gewinnen? Bei einem überlangen Radmarathon gut abschneiden, wie z.B. den Ötzi? Oder mal was richtig langes probieren und 12h oder 24h Rennen fahren? Oder mal was ganz anderes und sich an einen 1000km Brevet wagen?
Ehrlich gesagt keine Ahnung, jeder versteht ja auch unter dem Radsport etwas anderes, es gibt dazu einfach zu viele unterschiedliche Disziplinen selbst im Rennradsport ist vom 1km Bahnsprint bis zum Race Across America alles vertreten.

Meiner Meinung nach zählen die langen Brevets mit 400km aufwärts eindeutig zu den Highlights unseres Sports, denn Radfahren ist ja hauptsächlich ein Ausdauersport und das kann eben dauern, bis es sich ausdauert… Nach dem 400er und 600er war der 1000er mein 3. Brevet und sicher nicht der Letzte!

317km Tagestour mit Michi 2018 in unter 10h Fahrzeit von Pöndorf nach Wien

Mein Interesse an langen Distanzen wurde bei mir geweckt, nachdem ich einen Bericht eines Schweizers las, der 10000 Höhenmeter an einem Tag über alle möglichen schweizer Pässe fuhr. Damals dachte ich mir, das muss doch auch bei uns machbar sein. Allerdings fehlen uns dabei so viele Bergstraßen an einem Fleck, bei uns muss man für so viele Höhenmeter immer irgendwo öfters rauffahren. Wieso also nicht gleich nur auf meinem Lieblingsanstieg bei uns, dem Roßfeld fahren. 10000 Höhenmeter bergauf klingen für einen Hobbyradler wie mich an einem Tag eigentlich unmöglich, auch kaum ein Profirennen hat mehr als 4000Hm, selbst der Ötztaler hat nur etwas mehr als 5000Hm… und ich kannte auch niemandem, der dies je versucht hätte.

Diese Idee ließ mich irgendwie nicht mehr los, bis zur Realisierung dauerte es allerdings noch ein paar Jahre, weil immer irgendwas dazwischenkam… so eine Fahrt ist ja auch fürs Training äußerst kontraproduktiv.
Schlussendlich war es 2015 endlich soweit, unspektakulär an einem regnerischen und kalten Septembertag: 10000 Höhenmeter an einem Tag, in 10:46 Stunden netto inklusive Anfahrt von mir daheim weg. (–> zum Bericht)
2017 folgten jeweils alleine ein 300er (zum Bericht) und bald darauf ein knapper 400er (zum Bericht)

2018 folgten die ersten Brevets: 400km Brevet Haid (zum Bericht)
600km Brevet Haid 2018 (zum Bericht)
1000km Superbrevet Haid 2018 (zum Bericht)

Mit Michi geht’s durch die schöne Wachau, Wien ist nicht mehr weit!

Schlussendlich muss ich sagen, lange Ausfahrten machen mir mittlerweile mehr Spaß als Rennen oder Marathons, denn am Ende interessiert es eh niemanden, ob man 1. oder 100. wird, das Abenteuer einer langen Fahrt bleibt einem aber sehr lange positiv in Erinnerung und das zählt am Ende des Jahres. Brevets sind auch recht unbekannt bei uns, davon haben die meisten Radfahrer auch noch nie gehört, wenn man sich die Starterlisten so ansieht, ist das in Österreich auch ein sehr überschaubarer Teilnehmerkreis. Klingt ja auch irgendwie verrückt mit dem Rad Distanzen zu fahren, die selbst mit dem Motorrad anstrengend wären… wer fährt auch schon einfach einmal so 1000km quer durch Österreich?

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