Kroatienreise 2019
4. Januar 2019
Mein erster Superbrevet – 1000km mit 11500 Hm -Tag 1
6. Januar 2019

Vorbei an den hohen Bergen mit Hochkönig und Dachstein, durch die engen Täler und Schluchten des Gesäuses bis ins flache Alpenvorland und danach baden im Attersee – eine abwechslungsreiche und etwas längere Rennradrunde… 

(Neu hochgeladen, weil mittlerweile gelöscht)

Halbzeit an der Grenze von der Steiermark nach Oberösterreich, genau bei km 200…

Nach der letzten 300km Runde hatte ich Lust, die 400km zu probieren. Die sehr abwechslungsreiche Strecke führte mich von Puch mit Gegenwind über den Pass Lueg, durchs Fritztal nach Radstadt und weiter ins Ennstal. Von der letzten 300km Ausfahrt hatte ich gelernt, am Anfang Tempo herauszunehmen. Nach 120km fühlte ich mich, als wenn ich gerade aufs Rad gestiegen wäre, ich hatte einen knappen 31er Schnitt am Tacho, erst eine Wasserflasche geleert und einen Müsliriegel gegessen und es war erst kurz nach 10 Uhr.

Bei fast 400km kommt man ganz schön weit herum in Österreich…

Es holte mich auf den schönen Nebenstraßen im Ennstal ein Slowake ein, der für den Radmarathon im Selzthal am nächsten Tag eine Runde zum Einfahren absolvierte, das war für ein paar Kilometer der einzige kurze Windschatten auf der ganzen Tour, auf den folgenden 200km waren so gut wie keine Rennradfahrer zu sehen, allerdings auch angenehm wenig Autos.

Auf einer Schotterstraße kurz vor Admont

Weiter gings mit einem 10km langen Abschnitt über eine Schotterpiste nach Admont und weiter durch die Schluchten des Nationalparks Gesäuse, dort war außer den Autos mit Kajaks am Dach recht wenig los.

im Nationalpark Gesäuse

Vom Radstadt bis Steyr sind zwar viele kleinere Gegenanstiege verteilt, prinzipiell geht es aber über 200 km lang leicht bergab immer der Enns entlang… frei nach dem Motto: Loss lei laafn!

Dazwischen glaubt man aber fast mitten im Nirgendwo zu stehen, kaum Ortschaften, nur wenige Häuser, aber dafür viel Wald. In Reichraming angekommen hatte ich somit den Nationalpark Kalkalpen, das größte Waldgebiet Österreichs umfahren. Das hatte ich vor ein paar Jahren zu Fuß in drei Tagen mit 70km durchquert, eine wundervolle Tour im Spätherbst kurz vorm ersten Schnee.

Die niederösterreichische Grenze wäre noch ein paar Kilometer entfernt gewesen, ich bog aber nach Westen ab, nach ziemlich genau 200km war die Grenze zu Oberösterreich erreicht und es wurde Zeit für die ersten Pausen. Somit war ich im südöstlichsten Eck Oberösterreichs, eine Gegend in der ich zuvor noch nie war. Jetzt wurde es eigentlich schon zu heiß zum Fahren und keine Bademöglichkeit kam in Sicht. Immer der Enns entlang gings weiter bis Steyr, am schönen Hauptplatz gönnte ich mir ein wohlverdientes Eis, 270km lagen immerhin schon hinter mir und das war erst die dritte und längste Pause.

Und weiter gings irgendwie und ohne Plan durch Siedlungen und über Güterwege, die zum Glück aber alle asphaltiert waren weiter Richtung Attersee. Gmunden wollte ich auslassen, es stellten sich aber alle Abkürzungen als Umwege heraus und ich musste oft umdrehen und erwischte auch Straßen mit viel Verkehr.

Je näher der Attersee als Bademöglichkeit kam, desto wolkiger wurde es. Am Attersee angekommen stand ich genau bei 350km und ließ mir die Bademöglichkeit auch ohne Sonne natürlich nicht nehmen.
Somit war die Runde fast geschafft, das Tagesziel lag in Pöndorf noch 28km entfernt, das ich bei einem herrlichen Sonnenuntergang erreichte.

Bei der Ausfahrt habe ich wieder viel von Österreich gesehen, mehr als 150km war ich in Gegenden unterwegs, in denen noch nie zuvor war, gerade auch die vielen kleinen Ortschaften zwischen Steyr, Walneukirchen, Pettenbach usw. sind sehr rennradfreundlich, viele kleine Straßen und kaum Verkehr. Davon können wir im Tennengau nur träumen…

Ganz witzig finde ich den Vergleich des Verbrauchs mit einem Motorrad / Moped, da sind 400km schon ungewöhnlich mit einer Tankfüllung. Mir reichten literweise Wasser aus den Brunnen auf der Strecke, 5 Müsliriegeln, 2 Gels und eine Kugel Heidelbeereis locker aus, effizient würde ich sagen!

Den nächsten Tag nutzte ich dann noch zum „Ausrollen“, 67km wieder heim nach Puch mit Zwischenstopp am Mondsee zum Baden, ja bei uns is scho schee!

Tourdaten: 378,5km, 3967 Hm
reine Fahrzeit: 12:56 h, gesamt unterwegs: 14:20 h
verbrauchte Kalorien: ca 8000 kcal lt. Strava
generierte Leistung an der Kurbel: 2 kWh
Durchschnitt: 29.3 km/h

Fahrt auf Strava: https://www.strava.com/activities/1109414379

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